Kinoplakat

Spielplan

    DVD

    DVD Release: 27. Apr 2018
    Price:
    announced

    Untitled

    Ein Film von Michael Glawogger & Monika Willi

    • Film

      Österreich / Deutschland 2017

      Type: documentary

      Cast:

      Crew:

      RegieMichael Glawogger, Monika Willi
      BuchMichael Glawogger, Attila Boa, Monika Willi
      KameraAttila Boa
      SchnittMonika Willi
      MusikWolfgang Mitterer
      Deutsche Fassung gesprochen vonBirgit Minichmayr
      Internationale Fassung gesprochen vonFiona Shaw
      Sound DesignMatz Müller, Erik Mischijew
      TonManuel Siebert
      ProduktionsleitungEva Cifrain
      Co-ProduzentenRoman Paul, Gerhard Meixner
      Co-ProduktionRazor Film
      ProduzentenTommy Pridnig, Peter Wirthensohn
      ProduktionLotus Film
      WeltvertriebAutlook Filmsales
      Produktion unterstützt vonÖsterreichisches Filminstitut
      ORF Film/Fernseh-Abkommen
      Film Fonds Wien
    • Material

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      EPK
      1. Cinema

        Kinostart26. Oktober 2017
        FSK-1
        Runtime107 Min.
        TechSpecs
        Spielplan
        Synopsis

        „Dieser Film soll ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. Wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition.“ (Michael Glawogger)


        Mehr als zwei Jahre nach dem plötzlichen Tod von Michael Glawogger im April 2014 realisiert Monika Willi einen Film aus jenem Material, das während der 4 Monate und 19 Tage dauernden Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika entstanden ist.
        Eine Reise durch die Welt, um zuzuhören, zu beobachten und zu erleben – mit aufmerksamen Augen, mutig und offen. Serendipity ist das Konzept dieses Films – vom Dreh bis zum Schnitt.

        Additional

        MONIKA WILLI ÜBER UNTITLED


        So, dachte ich, kann ein Film sein. Eine Bewegung, die nur selten unterbrochen
        wird – und wenn, dann von einem markanten Ereignis.
        Nicht warten, sondern immer weiterfahren. Denn nur in der größtmöglichen Bewegung
        kommen die Geschichten auf einen zu. Nur wenn das Leben von selbst
        anhält, muss man auch innehalten und solange verharren, bis man erlebt hat,
        was es zu erleben gibt, und gefilmt hat, was es zu filmen gilt. (Michael Glawogger, 2013)


        Am 3. Dezember 2013 brach Michael Glawogger gemeinsam mit Kameramann Attila Boa und Tonmann Manuel Siebert auf, um UNTITLED zu drehen, einen Dokumentarfilm, der Glawoggers bisher radikalstem Konzept folgen sollte. Geplant war eine Reise um die Welt, die ein Jahr dauern und durch nichts unterbrochen werden sollte. Der Film, der daraus entstand, sollte die Welt so zeigen, wie sie dem kleinen Filmteam in dieser zufälligen, maximal offenen Versuchsanordnung entgegentreten würde. Natürlich gab es eine ungefähre Reiseroute, und es gab einige vorher festgelegte Drehorte. Aber daneben und darüberhinaus gab es kein Thema, keine Handlung, keinen „roten Faden“. Glawogger wollte die Welt einfangen, wie sie war, ohne Erwartung, ohne filternde Brille.


        Nach ein paar Wochen schickten sie mir erstes Material in den Schneideraum, ohne Kommentar, dafür mit großem Interesse an meiner Rezeption und ersten Rohschnitten. Stunden- und tagelang betrachtete ich menschenleere Straßen, zerschossene Häuser und verfallende Rohbauten, dann wieder pompöse Prunkpaläste, viele davon noch unfertig.
        Was ist das erste Bild, wann kommt der erste Schnitt?


        Relativ früh hatte Michael festgelegt, dass es in diesem Film keine talking heads, keine Interviews, keine Erklärungen und keine Untertitel geben sollte. Hingegen wurde bald klar, dass es Text geben würde, Michaels Text, der, auch das zeichnete sich nach einigen Wochen und Versuchen ab, erst nach dem Bildschnitt entstehen würde.


        Die ersten Quicktime-Movies, die ich ihm schickte, verdienten es weder Rohschnitt noch Sequenz genannt zu werden. Ich nannte sie Flächen. Das gefiel uns, und so gestaltete ich Flächen, bis sie uns wieder langweilig wurden. Aber auf diese Weise schritt die Stilfindung voran, nicht nur im Schneideraum, sondern auch draußen, beim Dreh. Alles war ja neu, das Konzept bot keinen Halt, dagegen viel Raum für Zweifel.
        Irgendwann wurde der Begriff Serendipity aus- und mir zugerufen, ich glaube aus Selce in Albanien, nach dem Dreh einer recht erfolglosen Vogeljagd, dafür mit weißem Pick-up samt Traumhund.


        Serendipity: The discovery through chance by a theoretically prepared mind of valid findings which were not sought for. (Robert K. Merton)


        Kameramann Attila Boa sagte nach seiner Rückkehr: „Serendipity, das war unsere einzige Richtlinie. Eine Mischung aus Erwartung, dass etwas kommen wird, und dem Umarmen des Zufalls, wie auch immer er eintreten möge."


        Wir waren weit gekommen, begannen zu ahnen, wie es gehen könnte. Dann, im April 2014, starb Michael Glawogger innerhalb von wenigen dramatischen Tagen in Liberia an der aggressivsten Form von Malaria.


        Dass mit dem bis dahin gedrehten Material etwas geschehen sollte, dass diesem Tod zum Trotz doch noch ein Film entstehen sollte, wurde, inmitten von Schock und Trauer, schon bald zu meinem großen Wunsch und dem von vielen, Freunden und Weggefährten. Gleichzeitig war die durch den Tod gerissene Leerstelle eine schwere, fast erdrückende künstlerische Last. Wer sollte entscheiden, wie sollte man ohne ihn gestalten, ordnen, schneiden? Die radikale Offenheit des Konzepts machte es nicht leichter. Jede Entscheidung, die ich traf, war eine Entscheidung ohne ihn, vielleicht gegen seine Intention.


        Doch dem musste ich mich irgendwann stellen, sonst hätte es keinen Film gegeben. Lähmung und Tod hätten sonst gewonnen. Ich begab mich also ebenfalls auf die Reise, durch das Material hindurch, in die Bilder hinein. In den einundsiebzig Drehtagen am Balkan, in Italien, in Nordwest- und Westafrika waren suchende Bilder entstanden, erzählende, dokumentierende. Es gab Einstellungen von Menschen, Tieren, Landschaften und Häusern, von Dunkelheit und Feuer, von abgelegenen Paradiesen, vom prallen Leben. Ich las sie als poetische Chiffren, die Veränderung und Verwandlung zeigen.


        Ich sah mir das Material immer und immer wieder an, bis sich Zusammenhänge zu zeigen schienen, Themen, Schwerpunkte, Kraftzentren. Das war ein erster Schritt, um eine Struktur für den Film zu finden. Die Suche nach Filmtext führte über einige von Michael Glawoggers Lieblingsautoren (Faulkner, William T. Vollmann) schon bald zu seinen eigenen Texten zurück, die er während der Reise als Blog für zwei Tageszeitungen geschrieben hatte. Er hatte sie ursprünglich nicht als Filmtexte gedacht, aber ihre poetische Kraft und der naturgegebene Bezug zu den gedrehten Sequenzen erwiesen sich plötzlich als einzig stimmige Textquelle.


        Darüberhinaus wurde mir der Komponist Wolfgang Mitterer über die Jahre hinweg zum unentbehrlichen Partner. Er komponierte Musik zu entstandenen Filmteilen, vertonte aber auch von mir formulierte lose Ideen, die mir wiederum eine Grundlage gaben, die Bilder zu strukturieren.


        So ist dieser Film entstanden, der, bei einem anderen Lauf des Schicksals, ein ganz anderer hätte sein können oder sollen. Doch es ist, wie es ist: Auf der Grundlage von Michael Glawoggers Ideen und Dreharbeiten ist nun in meiner Handschrift ein Film entstanden, der versucht, dem Konzept von Serendipity so intuitiv wie möglich zu folgen.


        Ich wollte die kraftvollen und poetischen Szenen so verdichten, dass aus dem gedrehten Material ein vielgestaltiges und bildgewaltiges Porträt der Welt hervortreten konnte, ein Abgesang auf menschlichen und tierischen Alltag.

      2. DVD

        Release27 April 2018
        Price
        Statusannounced
        FSK-1
        Synopsis
        Press quotes
        Extras
        Language
        Subtitles
        RuntimeMain-
        RuntimeExtras-
        PackageTypesb
        LabelGood Movies
        DistributorIndigo
        OrderNr
        EAN