Kinoplakat

Spielplan

  • Berlin

    ab 05.09.2013
    Acud
    Rasmus Gerlach am 05.09. zu Gast

    ab 22.08.2013
    Eiszeit
    Rasmus Gerlach am 24.08. zu Gast

    ab 22.08.2013
    Lichtblick

  • Bielefeld

    ab 22.08.2013
    Kamera

  • Bochum

    am 26.09. - 02.10.2013
    Endstation

  • Braunschweig

    am 02.09.2013
    Universum
    Rasmus Gerlach zu Gast

  • Dresden

    ab 22.08.2013
    Kino im Dach

  • Düsseldorf

    am 24.08., 26.08. und 29.08.2013
    Filmmuseum

  • Erlangen

    am 15.09. - 18.09.2013
    Manhatten

  • Essen

    am 25.08. - 27.08.2013
    Filmstudio

  • Frankfurt

    am 12.09. - 18.09.2013
    Filmforum Hoechst

    ab 22.08.2013
    Mal Seh'n
    Rasmus Gerlach am 28.08. zu Gast

  • Freiburg

    am 12.09. - 15.09.2013
    Kommunales Kino

  • Göttingen

    am 03.10. - 09.10.2013
    Lumiere

  • Hamburg

    ab 22.08.213
    3001
    Rasmus Gerlach am 25.08. zu Gast

    am 26.08.2013
    Abaton
    Rasmus Gerlach zu Gast

  • Heidelberg

    am 03.10. - 09.10.2013
    Karlstor
    Premiere mit Rasmus Gerlach

  • Holzkirchen

    ab 26.09.2013
    Foolskino

  • Kaiserslautern

    am 19.09. - 23.09.2013
    Union

  • Kiel

    am 09.09. - 11.09.2013
    Kommunales Kino

  • Köln

    ab 22.08.2013
    Filmpalette

  • Lübeck

    ab 22.08.2013
    Kommunales Kino
    Rasmus Geralch am 23.08. zu Gast

  • Magdeburg

    ab 29.08.2013
    Moritzhof

  • München

    ab 22.08.2013
    Werkstatt Kino
    Rasmus Gerlach am 22.08. zu Gast

  • Regensburg

    ab 22.08.2013
    Filmgalerie

  • Saarbrücken

    ab 22.08.2013
    Filmhaus

  • Würzburg

    am 16.09. - 19.09.2013
    Central Programmkino

Apple Stories

Ein Film von Rasmus Gerlach

  • Film

    Deutschland, Ruanda, China 2013

    Type: documentary

    Cast:

    Crew:

    RegieRasmus Gerlach
    KameraThomas Bresinsky, Rasmus Gerlach, Irina Linke & Paul Kulms
    SchnittBettina Vogelsang & Rasmus Gerlach
    BeratungBrigitte Kirche
    ProduktionsleitungDunja Hamdorf
    MischungStephan Konken, Movieklang
    MusikWolfgang Flür
    RedaktionMargit Schedler, Phoenix
    ProduktionMoonlightzmovies
  • Material

    PressbookDownload
    Cinema Artwork
    DVD Artwork
    Trailer Preview


    Bilder
    Coltan waschen in Ruanda
    Rasmus Gerlach
    Handy Doktor in Ägypten
    Rasmus Gerlach
    Hongkong Sacom Protest
    Rasmus Gerlach
    iPhone Fabrik
    Rasmus Gerlach
    Protest in Hong Kong
    Rasmus Gerlach
    Zinnstampfer in Ruanda
    Rasmus Gerlach
    Trailers
    EPK
    1. Cinema

      Kinostart22. August 2013
      FSK0
      Runtime83 Min.
      TechSpecs16:9 HD Stereo
      Spielplan
      BerlinAcudab 05.09.2013Rasmus Gerlach am 05.09. zu Gast
      BerlinEiszeitab 22.08.2013Rasmus Gerlach am 24.08. zu Gast
      BerlinLichtblickab 22.08.2013
      BielefeldKameraab 22.08.2013
      BochumEndstationam 26.09. - 02.10.2013
      BraunschweigUniversumam 02.09.2013Rasmus Gerlach zu Gast
      DresdenKino im Dachab 22.08.2013
      DüsseldorfFilmmuseumam 24.08., 26.08. und 29.08.2013
      ErlangenManhattenam 15.09. - 18.09.2013
      EssenFilmstudioam 25.08. - 27.08.2013
      FrankfurtFilmforum Hoechstam 12.09. - 18.09.2013
      FrankfurtMal Seh'nab 22.08.2013Rasmus Gerlach am 28.08. zu Gast
      FreiburgKommunales Kinoam 12.09. - 15.09.2013
      GöttingenLumieream 03.10. - 09.10.2013
      Hamburg3001ab 22.08.213Rasmus Gerlach am 25.08. zu Gast
      HamburgAbatonam 26.08.2013Rasmus Gerlach zu Gast
      HeidelbergKarlstoram 03.10. - 09.10.2013Premiere mit Rasmus Gerlach
      HolzkirchenFoolskinoab 26.09.2013
      KaiserslauternUnionam 19.09. - 23.09.2013
      KielKommunales Kinoam 09.09. - 11.09.2013
      KölnFilmpaletteab 22.08.2013
      LübeckKommunales Kinoab 22.08.2013Rasmus Geralch am 23.08. zu Gast
      MagdeburgMoritzhofab 29.08.2013
      MünchenWerkstatt Kinoab 22.08.2013Rasmus Gerlach am 22.08. zu Gast
      RegensburgFilmgalerieab 22.08.2013
      SaarbrückenFilmhausab 22.08.2013
      WürzburgCentral Programmkinoam 16.09. - 19.09.2013
      SynopsisHamburg, Ruanda, Hongkong und Shenzhen in China sowie Kairo sind die Stationen der Reise, die der Dokumentarfilmer Rasmus Gerlach aufsuchte, um die Herstellungskette moderner Handys am Beispiel des iPhones zu hinterfragen. Die Firma Foxconn ist mit ihren Produktionsmethoden hierbei zum Synonym für die Schattenseite des Smartphone-Hypes geworden.
      Der Gegensatz könnte krasser nicht sein zwischen dem Spektakel bei der Eröffnung des Apple Stores am Jungfernstieg und den Arbeitsbedingungen in den düsteren Zinnminen in Ruanda und den sterilen Fertigungshallen der Apple-Hersteller in China.
      Am Ende der Lieferkette steht in Hongkong Debbie Chan, die mit ihrer Aktivistengruppe gegen die skandalösen Arbeitsbedingungen beim Apple-Zulieferer Foxconn protestiert. Die Arbeiter werden so unter Druck gesetzt, dass die Selbstmordrate Schlagzeilen machte. Rasmus Gerlach gelingt es, Zugang zu einem Produktpiraten in der chinesischen Provinz zu bekommen. Wanderarbeiter kopieren dort unter strengster Geheimhaltung iPhone-Ersatzteile.

      Der Filmemacher trifft einen afrikanischen Geologen, der als Arbeitschutzbeauftragter vergeblich gegen Flip-Flops im Schacht und fehlende Helme ankämpft.

      Wissenschaftler aus Hannover versuchen, mit dem „geologischen Fingerabdruck“ die Spur der zur Handyproduktion notwenigen wertvollen Mineralien auf dem Weltmarkt zu verfolgen, um Schmugglern das Handwerk zu legen. Durch das lukrative Geschäft mit den Mineralien finanzieren sich die Bürgerkriegsparteien im Kongo.
      Additional

      INTERVIEW MIT DEM REGISSEUR 


      Über seine Spurensuche zwischen Ruanda, China und St. Pauli.
      von Rene Martens


      Im Mittelpunkt Ihres Films steht das Metall Zinn, das für die Herstellung von Smartphones wichtig ist. Wie viel verdienen die Minenarbeiter in Nemba an der kongolesisch-ruandischen Grenze, wo sie gedreht haben?


      Rasmus Gerlach: 40 Euro im Monat. Das sind oft Bäuerinnen und Bauern mit wenig Schulbildung, die lange Fußmärsche auf sich nehmen, um sich unter Tage nebenbei etwas dazu zu verdienen. Sie leisten extremste Schwerstarbeit, hier ist es wahnsinnig heiß, auch unter der Erde. Die Arbeit wird oft ohne Schutzmaßnahmen verrichtet. Die Leute gehen barfuß oder mit Flip-Flops durch die Gegend und tragen auch keine Schutzhelme - zumindest nicht, als ich dort war.


      Wie lange waren Sie in Ruanda?


      Rasmus Gerlach: Immerhin sechs Wochen. Ich hatte Glück, weil mir Kollegen vor Ort, die selber Filme in den Minen drehen, Basis-Knowhow vermittelt haben. Zum Beispiel, wie man sich in den weitverzweigten Minen geschickt mit einer Kamera bewegt.
      Die haben mir dann auch geholfen, den seltenen Dialekt, der da in der einen Mine gesprochen wird, in englische Sprache zu bringen. Die offizielle Landessprache ist zwar Englisch seit dem Genozid von 1994, das heißt aber nicht, dass die Leute das können. Die Minenarbeiter haben sowieso kaum Schulbildung genossen, und Englisch ist für sie also eine Sprache, in der sie zwar einfachste Dinge kommunizieren können. Für ein Dokumentarfilm-Interview über Arbeitsbedingungen reicht das aber nicht.


      Was sind das für Filme?


      Rasmus Gerlach: Der Erzabbau in Ruanda ist in starkem Maße staatlich organisiert. Die Firmen, die dort tätig sind, ziehen sich schnell wieder zurück, weshalb gewisse Aufgaben dann doch vom Staat wahrgenommen werden. Für das zuständige Ministerium ist es wichtig, die Minen etwas freundlicher zu gestalten und da Kontrolle reinzubekommen. Deshalb beschäftigt man Filmemacher. Die sollen dort, sozusagen mit filmischen Methoden, nach dem Rechten schauen.


      Gibt es andere Filme über den Arbeitsalltag in ruandischen Minen?


      Rasmus Gerlach: Ja, aber seltsamerweise keine über Zinnminen. Zinn ist ein stumpfes Metall und gilt deshalb offenbar als unglamourös. Ich habe mich daher nach Gesprächen mit Experten von der Geologischen Hochschule in Hannover entschieden, mich auf dieses medial so unterrepräsentierte Metall zu konzentrieren.


      In „Apples Stories“ fällt auch der Begriff „Konfliktmineralien“? Was genau hat man sich darunter vorzustellen?


      Rasmus Gerlach: Mit Mineralien wird Geld verdient, das dazu dient, Waffen zu kaufen, die im wieder aufgeflammten Bürgerkrieg im Kongo zum Einsatz kommen. Das muss man sich folgendermaßen vorstellen: Eine Zinnmine wie die in Nemba hat ein Lagerhaus - das ist ein Schuppen, der irgendwo auf der Wiese steht. Diese Mine ist derart abgelegen, da kommt vielleicht einmal im halben Jahr ein Weißer vorbei. Da kann es schon mal passieren, dass jemand fünf Kilo Koltan aus dem Kongo durch den Wald schleppt und es in Nemba in den Schuppen stellt. So wird das Material durch die Bücher der Mine geschleust. Dann wird es nach China exportiert. So etwas hinterlässt keine Spuren.


      Was kann man dagegen tun?


      Rasmus Gerlach: Die bereits erwähnten Geologen aus Hannover versuchen, ein System aufzubauen, um festzustellen, wo diese Mineralien herkommen. Es ist heute schon möglich, dies mit Hilfe eines geologischen Fingerabdruck herauszufinden, es ist nur noch ein bisschen umständlich, weil man die Probe nach Hannover schicken muss. Bald wird es aber möglich sein, die Proben vor Ort in Ruanda zu analysieren. Ein entsprechendes Gerät wird mit deutschen Entwicklungshilfegeldern finanziert.


      Über das Zinn schaffen sie auch eine Verbindung zu Handyschraubern aus Hamburg. Wie kamen Sie auf die Idee?


      Rasmus Gerlach: Bei meinen zahlreichen Besuchen bei Handydoktoren in meiner Nachbarschaft fiel mir öfter auf, wie sie mit ihren Lötkolben Zinn zum Schmelzen bringen.


      Wozu ist das gut?


      Rasmus Gerlach: So lassen sich Risse beheben.


      Im Film sieht man auch, wie Handydoktoren ein in Alufolie eingewickeltes Mainboard eines iPhones in einem Backofen erhitzen. Was hat es damit auf sich?


      Rasmus Gerlach: Auch da geht es darum, Zinn zu verflüssigen. Zinn gibt es in unterschiedlicher Qualitätsabstufungen. Eine Möglichkeit, ein Gerät herzustellen, das möglichst schnell kaputt geht, ist, sogenanntes minderwertiges Zinn zu verwenden. Die Mine in Nemba, in der ich war, ist interessant, weil man dort relativ reines Zinn findet. Das fängt - anders als Zinn, das etwas Blei enthält - irgendwann an, rissig zu werden. Das ist für Elektronikgiganten hochinteressant, weil sie ein Gerät herstellen können, das innerhalb einer gewissen Zeit automatisch den Geist aufgibt. Der Vorteil dabei ist auch, dass niemand der Firma den Vorwurf machen kann, da sei ein Teil eingebaut, das so programmiert ist, dass es schnell kaputt geht.


      Besonders angetan hat es Ihnen offenbar der Betrieb der Familie Cöluglu aus St. Pauli.


      Rasmus Gerlach: Ich war fasziniert davon, dass ihre Handywerkstatt so etwas wie ein sozialer Knotenpunkt ist. Auch ein Imam aus einer nahe gelegenen Moschee ist häufig im Laden. Ich hätte auch gern in dieser Moschee gefilmt, aber das hat nicht geklappt. Auf diese Weise die Ebene der Religion mit in den Film hinein zu bekommen, wäre interessant gewesen, schließlich hat Apple ja auch etwas Religiöses.


      Haben Handy-Läden gemeinhin nicht eher ein Schmuddelimage?


      Rasmus Gerlach: Das rührt vielleicht daher, dass die Leute nicht genau hingucken. Handydoktoren haben schon viele Berufe ausgeübt, einer, der im Film vorkommt, war zum Beispiel Lehrer. Die werden auch später wieder andere Berufe ergreifen, aber momentan ist das Handyschrauben ein gutes Geschäft. Dramaturgisch stehen sie für eine die Gegenströmung zum großen Konzern, weil eigentlich an diesen Geräten nicht unbefugt geschraubt werden darf.


      Im Gegensatz zu anderen Filmemachern haben Sie sich sich in China nicht nur mit dem berüchtigten Apple-Zulieferer Foxconn befasst. Sie konnten auch in einer hochmodernen Fabrik drehen, in der unautorisiert iPhone-Ersatzteile produziert werden. Wie kam es dazu?


      Rasmus Gerlach: Da hat auch der Zufall eine Rolle gespielt. Ich darf dazu aber nichts weiter sagen, wir mussten versprechen, niemals jemandem zu sagen, wo diese Fabrik liegt. Und natürlich mussten wir unsere iPhones ausstellen, weil man uns darüber hätte orten können. Produktpiraterie wird künftig in China härter bestraft werden, zumindest, wenn es große Player wie Apple betrifft.


      Im Film wird auch H.C. Starck erwähnt, eine deutsche Firma aus dem Harz, die wichtig zu sein scheint, aber kaum bekannt ist. Was stellen die her?


      Rasmus Gerlach: Bestandteile von Prozessoren für Intel, die auch bei Apple verbaut werden. H.  C. Starck ist aus mehreren Gründen interessant - zum einen, weil sie einige Jahre über einen Subunternehmer die Mine in Nemba betrieben haben, zu anderen, weil die Historie der Firma geprägt ist von einer fast schon quacksalberischen Beschäftigung mit geheimnisvollen Stoffen. Da hat man schon seit Urzeiten mit seltenen Materialien experimentiert. Heute ist die Firma weltweit führend beim Recycling seltener Metalle.


      Auf dem Firmengelände konnten Sie aber nicht drehen?


      Rasmus Gerlach: Was in den Produktionsstätten vorgeht, unterliegt alles strengster Geheimhaltung, denn wenn die Chinesen zum Beispiel wissen, wie man das Schwermetall Wolfram recyclet, werden sie das auch machen. H.C. Starck hatte mir aber ursprünglich angeboten, die Verarbeitung des Erzes Coltan zu filmen. Vertreter des Unternehmens kamen dann aber auf die Idee, dass ich ein Storyboard davon zeichnen sollte, was ich genau in der Fabrik drehen wollte.


      Ein sehr ungewöhnliches Anliegen.


      Rasmus Gerlach: Dieser Sonderfall hat mich als Künstler aber erst einmal gereizt. Mich interessiert schon, wie man einen Dokumentarfilm vorplanen kann. Vor allem dann, wenn es darum geht, industrielle Prozesse greifbar zu machen. Schlussendlich war H.C. Starck mit dem Storyboard aber nicht glücklich. Ein Konzernverteter hat mir während der Recherchen gesagt, ein iPhone, das ethisch einwandfrei wäre, also die Lebensbedingungen der Arbeiter in Afrika und China nennenswert verbessere, würde in der Produktion lediglich einen Euro mehr kosten. Die Aussage konnte ich nun nicht mehr im Film unterbringen, ich finde sie aber wichtig. Immerhin sagt ein Minenverantwortlicher in Ruanda aus, dass H.C. Starck es versäumt hat, die Sozialabgaben und die Kosten für die Berufsgenossenschaft der Minenarbeiter abzuführen. Ein brisantes Detail – denn H.C. Starck hat sich auf Kosten der Ärmsten dort unten die Lagerhäuser voll gemacht.


      Firmenvertreter von Apple kommen nicht vor. War das ursprünglich anders geplant?


      Rasmus Gerlach: Ein Sprecher von Apple Deutschland war anfangs kooperativ, aber im Laufe der Dreharbeiten hat sich die öffentliche Meinung gegenüber Apple gewandelt. Da hat sich auch die Einstellung des Sprechers mir gegenüber verändert.


      Woher kam Ihrer Ansicht nach der Stimmungsumschwung in der Öffentlichkeit?


      Rasmus Gerlach: Das ist eher ein Zeitgeistphänomen: Dass man eine Marke, die man lange super fand, eines Tages nicht mehr so toll findet.


      Was hatte der Sinneswandel des Apple-Sprechers für Folgen für den Film?


      Rasmus Gerlach: Einige Filmschnipsel mit Steve Jobs, die Apple gehören, musste ich herausschneiden.


      Aber es gibt doch unzählige TV-Bilder von Jobs, die man verwenden kann.


      Rasmus Gerlach: Seine größten Auftritte hatte er auf dem Gelände des Konzern-Hauptquartiers in Cupertino. Die hat Apple selbst gefilmt und den Medien zur Verfügung gestellt. Das Material gehört also Apple. Steve Jobs ist quasi eine kreative Figur im Besitz der Firma. Anders gesagt: Die Firma ist im Besitz der Urheberrechte am Unternehmer. Das ist eine raffinierte Konstruktion, die juristisch weitreichende Folgen hat. Eine chinesische Firma musste Gummifiguren, die Steve Jobs mit einem iPhone in der Hand darstellten, aus dem Verkehr ziehen. Nach dem Motto: Man darf sich von dem Meister kein Bild machen.


      Ein Mitarbeiter des Apple Stores in Hamburg, der anonym bleiben wollte, äußert sich in dem Film zu den Arbeitsbedingungen in seinem Laden, etwa zu Überwachungskameras in den Umkleidekabinen. War es schwer, ihn zu überzeugen, an Ihrem Film mitzuwirken?


      Rasmus Gerlach: Das Kunststück war es, ihn zu finden, das hat letztlich dank eines Schneeballsystems geklappt. Den Mitarbeiter zu überzeugen, war dann nicht schwer. Er hat gern ausgepackt - und brauchte jemanden, dem er sich anvertrauen kann. Neuerdings haben zwar einige Apple-Läden einen Betriebsrat, aber als ich für den Film recherchiert habe, gab es diese Infrastruktur noch nicht. Mit diesen Betriebsräten ist es aber auch so eine Sache. Man weiß, dass es sie gibt, aber die Mitarbeiter haben die Anweisung bekommen, nicht zu sprechen. Das hat mir neulich gerade ein Mitarbeiter


      Kürzlich ist Apple ist in die Schlagzeilen geraten, weil der Konzern mithilfe fragwürdiger, aber durchaus legaler Tricks Milliarden an Steuern eingespart hat. Hat Sie dieses ausgeklügelte System, das das Unternehmen ausgetüftelt hat, überrascht?


      Rasmus Gerlach: Im Detail ja. Aber wenn man sich über Jahre intensiv mit Apple beschäftigt, überrascht einen im Prinzip gar nichts mehr.

    2. DVD

      Release
      Price
      Statusoff
      FSK-1
      Synopsis
      Press quotes
      Extras
      Language
      Subtitles
      RuntimeMain-
      RuntimeExtras-
      PackageTypesb
      LabelGood Movies
      DistributorIndigo
      OrderNr
      EAN